Während viele Waltroper Schachspieler am Fronleichnam-Wochenende beim traditionellen Turnier in Herne am Brett saßen, zog es Mats Becker und Andreas Winterberg zu einem Schnellschach-Tagesturnier nach Dortmund. Gespielt wurde im Ardeyschoppen, einer weit über Dortmund hinaus bekannten Vereinsgaststätte direkt am Signal Iduna Park. Die idyllisch in einer Kleingartenanlage gelegene Lokalität ist vielen Fußballfans als beliebter Treffpunkt rund um Heimspiele von Borussia Dortmund bekannt und bot auch für das Schachturnier einen außergewöhnlichen und stimmungsvollen Rahmen.
Auf dem Programm standen neun Runden Schnellschach. Dabei stand für die beiden Waltroper nicht nur das sportliche Ergebnis im Vordergrund. Besonders angenehm waren die zahlreichen Gespräche zwischen den Runden mit vielen Schachfreunden des benachbarten und befreundeten Vereins Doppelbauer Brambauer. Insgesamt nahmen 85 Spielerinnen und Spieler an dem Turnier teil.
Den Turniersieg sicherte sich souverän der Setzranglistenerste und haushohe Favorit IM Patrick Zelbel.
Andreas, der an Position 7 der Startrangliste geführt wurde, geriet durch zwei frühe Niederlagen schnell aus dem Rhythmus und konnte anschließend nicht mehr in den Kampf um die Spitzenplätze eingreifen. Am Ende belegte er mit 5,5 Punkten den 23. Platz – ein Ergebnis, das hinter den eigenen Erwartungen zurückblieb. Seine Erkenntnis nach dem Turnier: Bis zum Start der neuen Saison gibt es noch einiges zu tun.
Für Mats verlief das Turnier dagegen sehr erfreulich. Als Nummer 70 der Setzliste gestartet, erreichte er mit starken 4,0 Punkten den 55. Platz. Sein kreatives und mutiges Angriffsschach führte zwar (noch) nicht immer zum Erfolg, und insbesondere die Verwertung guter Stellungen bietet Entwicklungspotenzial. Dennoch kann Mats mit seiner Leistung in diesem starken Teilnehmerfeld sehr zufrieden sein – schließlich spielt er erst seit einer Saison aktiv Turnierschach.

Ein herzlicher Dank geht an den Dortmunder SV für die hervorragende Organisation und die angenehme Turnieratmosphäre. Im nächsten Jahr kommen die Waltroper gerne wieder – dann vielleicht sogar mit einer noch größeren Reisegruppe.
