Mit einem 4:0 gegen die SG Suderwich hat der SV Waltrop das Halbfinale im Viererpokal erreicht. Nach einem Freilos in der ersten Runde ist der Titelverteidiger damit erfolgreich in den diesjährigen Wettbewerb gestartet.
Gespielt wurde am Lehnemannshof. Wie schon im vergangenen Jahr wehrten sich die Suderwicher nach Kräften, am Ende konnte sich aber unser Quartett durchsetzen.
Die Einzelergebnisse
| Brett | SV Waltrop | DWZ | SG Suderwich | DWZ | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Atilla Öztekin | 2082 | Marco Kamper | 1748 | 1:0 |
| 2 | Marius Eckert | 2091 | Nils Seiler | 1876 | 1:0 |
| 3 | Andreas Winterberg | 2120 | Marcel Glacki | 1669 | 1:0 |
| 4 | Martin Drewes | 2011 | Oliver Schäfer | 1809 | 1:0 |
| SV Waltrop | SG Suderwich | 4:0 |
Während die Partien an den Brettern zwei bis vier relativ glatt verliefen, bot die Begegnung am Spitzenbrett reichlich Gesprächsstoff. Atilla Öztekin und Marco Kamper lieferten sich eine äußerst scharfe Königsindisch-Partie – und damit genau die Art von Stellung, in der sich Atilla besonders wohlfühlt.
Früh wurde deutlich, dass es ihm nicht um materielle Sicherheit ging. Für einen Angriff am Königsflügel war Atilla bereit, erhebliche Zugeständnisse zu machen. Schließlich ging er aufs Ganze und ließ auf a8 einen ganzen Turm stehen, den sein Gegner nehmen konnte. Im Gegenzug setzte Atilla konsequent auf seinen Angriff gegen den schwarzen König.
Ob die Kompensation für den geopferten Turm tatsächlich ausreichen würde, war während der Partie keineswegs offensichtlich. Auch für die Zuschauer blieb die spannende Frage, ob Atilla am Königsflügel wirklich durchbrechen konnte oder ob Schwarz den Angriff rechtzeitig würde abwehren können. Eine genaue Analyse der Stellung dürfte hier noch interessant werden.
Praktisch war die Stellung jedenfalls alles andere als einfach zu verteidigen. Atilla hielt den Druck hoch und stellte seinen Gegner immer wieder vor konkrete Probleme. Scharf, aggressiv und mit vollem Risiko – eine Stellung ganz nach Atillas Geschmack. Schließlich unterlief seinem Gegner ein einzügiger Turmeinsteller, der die Partie entschied.
So stand am Ende auch am ersten Brett der volle Punkt. Zusammen mit den sicheren Erfolgen von Marius Eckert, Andreas Winterberg und Martin Drewes ergab sich der deutliche 4:0-Endstand.
Damit ist das Halbfinalticket gebucht und die Titelverteidigung geht weiter. Wir freuen uns auf die nächste Runde und sind gespannt, welches Los dort auf uns wartet!
