SV Waltrop I

SV Waltrop I

Wichtiger Motivationsschub für die erste Mannschaft

Am 4. Spieltag ging es für Waltrop im Duell gegen Eichlinghofen darum, sich aus der Abstiegszone zu befreien und damit vor der Winterpause etwas Druck vom Kessel zu nehmen.

Taylan sorgte für eine schnelle Führung. Er kam hervorragend aus der Eröffnung und überspielte seinen Gegner regelrecht, sodass er bereits nach zehn Zügen auf Gewinn stand. Knapp zehn Züge und ein paar hübsche Ideen später blieb dem Gegner nur noch die Aufgabe.

1 – 0

Einen ähnlichen Start erwischte Dogukan. Nach nicht einmal 15 Zügen stand auch er auf Gewinn. Leider nutzte er seinen großen Vorteil nicht und gab sich nach ein paar weiteren Zügen mit einem Remis zufrieden.

1,5 – 0,5

Bei Elias lief es an diesem Tag leider gar nicht. Im Gegensatz zu den ersten beiden Partien war er es diesmal, der schlecht in die Begegnung startete. Er gab zwar sein Bestes, die Stellung kompliziert zu halten, und opferte eine Figur, aber der Gegner verteidigte sich gut und ließ keine weiteren Chancen mehr zu.

1,5 – 1,5

Rolf gehörte zu denjenigen, die nicht bereits aus der Eröffnung einen Vorteil holten. Das war aber auch nicht nötig, denn peu à peu konnte Rolf seine Stellung verbessern, wodurch er schließlich klar auf Gewinn stand. Ungünstigerweise übersah er in dieser Phase eine Springergabel und stand später sogar auf Verlust, konnte den halben Punkt am Ende aber glücklich retten.

2 – 2

Ohne frühe Fehler begann die Partie zwischen Martin und seinem Gegner. Ein früher Damentausch beschleunigte das, was sich ohnehin abzeichnete: Die solide Spielweise und die nicht allzu komplizierte Stellung mündeten schließlich in ein korrektes Remis.

2,5 – 2,5

Einer schwierigeren Aufgabe sah sich Jörn gegenüber. Auch er geriet bereits in der Eröffnung unter Druck. Sein Gegner setzte jedoch nicht konsequent fort, opferte in unklarer Stellung eine Figur und übersah kurz darauf eine Ressource, mit der Jörn auf der Stelle gewinnen konnte. Durch seinen Sieg konnte er mich am Brett gewissermaßen etwas entlasten.

3,5 – 2,5

Wie so oft befand ich mich auch in dieser Partie in horrender Zeitnot. Die seltene Eröffnung brachte mich unnötig lange ins Grübeln. Die daraus resultierende Zeitknappheit spiegelte sich unmittelbar in der Partie wider: Ich traf schlechte Entscheidungen und fand keinen guten Rhythmus. Das Endspiel entwickelte sich zu einem Wechselbad der Gefühle, in dem ich zunächst nach Gegenspiel suchte. Mangels Zeit fand ich die eigentlich einfache Gewinnkombination nicht und musste mich kurze Zeit später mit einem Remis begnügen.

4 – 3

Eine ähnlich saubere Partie wie Taylan spielte Andreas. Nach einer guten Eröffnung versuchte er, strategische Fortschritte zu erzielen und den Gegner vor Probleme zu stellen – mit Erfolg. Ein grober Fehler des Gegners ermöglichte es Andreas, einen Bauern zu gewinnen und die Figuren abzutauschen. Nachdem er den Gewinnplan gefunden hatte, war die Verwertung des Bauernendspiels kein Problem mehr, und er konnte den Sieg sicher eintüten.

Endstand: 5 – 3

Mit diesem wichtigen Sieg konnte sich Waltrop in der NRW-Klasse ans untere Mittelfeld klammern. Somit kann Waltrop nun etwas aufatmen und beruhigter in die Winterpause gehen.

Bild von Franz Schulze-Bisping
SV Waltrop I

Waltrop I verliert mit 4,5 – 3,5 einen wichtigen Mannschaftskampf

Nach der erfolgreichen Punkteteilung in Paderborn am ersten Spieltag stand am dritten Spieltag eine wichtige Begegnung in Werther an, um sich in der Tabellenmitte einzuordnen. In Bestbesetzung trat Waltrop also zuversichtlich an. 

Rolf war an Brett 7 als erster und recht schnell fertig. Er erreichte eine ausgeglichene Stellung. Leider verlor er zwischendrin den Faden und so geriet der SK Werther schnell in Führung.

Zwischenstand: 0 – 1

Andreas fand sich in einer ungewöhnlichen Eröffnung wieder.  Einige schlechte Entscheidungen brachten ihn in Probleme. So konnte er mit Zeitnot seinen Königsflügel nicht mehr verteidigen.

Zwischenstand: 0 – 2

Die gegnerische Führung wurde zunächst durch einen Sieg von Martin verkürzt. Er entschied sich nach etwas passiver Eröffnung dazu, einen Bauern für Figurenspiel zu opfern. Die unglückliche Schwerfigurenkoordination ließ Martin durch eine forcierte Sequenz und einer anschließenden Taktik eine Qualität gewinnen. Da der Gegner kaum Gegenwehr leistet, konnte Martin seine Stellung sicher verwerten und hielt uns erstmal im „Rennen“.

Zwischenstand: 1 – 2

Die wohl ärgerlichste Partie hatte Marius an dem Tag. Er erspielte sich großen Vorteil, jedoch auch große Zeitnot. In Gewinnstellung konnte er sich nicht zu dem richtigen Zug durchringen und verlor so im 39. Zug auf Zeit. 

Zwischenstand: 1 – 3

In gewohnt kreativ dynamischer Manier opferte Jan früh einen Bauern für Gegenspiel und gewann durch eine schöne Kombination Material. Den Sieg ließ sich Jan nicht mehr nehmen, auch wenn er durch einen geschwächten König noch einige präzise Züge finden musste.

Zwischenstand: 2 – 3

Jörn tauschte recht früh die Damen und erhielt ein gutes Endspiel mit Chancen. Da er sich allerdings in einem Moment verrechnete, konnte er dem Remis nicht mehr ausweichen.

Zwischenstand: 2,5 – 3,5

Auch Dogukan hatte früh ein Endspiel am fünften Brett erreicht. Während der Gegner seine Figuren verbesserte, fand Dogukan nicht den richtigen Plan, verlor einen Bauern und musste eine Stellung mit einem Springer gegen gegnerischen Läufer und Mehrbauern verteidigen. Obwohl sein Gegner ihn zwischenzeitig wieder in die Partie ließ, fand Dogukan in Zeitnot nicht die richtige Verteidigungsidee.

Zwischenstand: 2,5 – 4,5

Ich kam an Brett 2 früh in erheblichen Zeitvorteil. Mein Gegner spielte die Eröffnung harmlos, sodass ich eine angenehme Stellung erhielt. Trotz nahezu dauerhafter Zeitnot, fand mein Gegner gute Züge, mit denen er mich in eine strategische Ungenauigkeit lockte. Von da an war wieder alles drin. Kurz vor der Zeitkontrolle verlor mein Gegner jedoch die Geduld, gab einen Bauern her, patzte später in ausgeglichener aber schwieriger Stellung und musste so aufgeben. Der Sieg war aber ohnehin Ergebniskosmetik.

Endstand: 3,5 – 4,5

Damit konnten wir am zweiten Spieltag leider nicht an die starke Leistung des ersten Mannschaftskampfes gegen den SK Blauer Springer Paderborn anknüpfen. Um einem drohenden Abstieg zu entgehen, muss sich die Mannschaftsleistung deutlich verbessern. In der nächsten Begegnung treffen wir auf den SK Münster II, bei der unbedingt eine Leistungssteigerung her muss, ansonsten müssten wir uns mit dem Gedanken anfreunden, kommende Saison unserer zweiten Mannschaft in der Verbandsliga Gesellschaft zu leisten.

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