Autorenname: Atilla Öztekin

SV Waltrop I

Die erste im Überlebenskampf um den Verbleib in der NRW-Klasse: Endlich ein Lichtblick?

Nach vielen ärgerlichen Resultaten stand nun das richtungsweisende Spiel gegen den Bielefelder SK II an. Im Abstiegskampf war ein Sieg Pflicht. Während wir in Bestbesetzung antraten, musste Bielefeld auf einige Stammspieler verzichten – was die Aufgabe für uns psychologisch jedoch nicht unbedingt einfacher machte.

Martin erarbeitete sich in einer soliden Eröffnung leichten Raumvorteil. Nach dem Damentausch verflachte die Stellung jedoch. In ausgeglichener Lage einigten sich beide Spieler nach 29 Zügen auf Remis.

0,5 – 0,5

Einen gebrauchten Tag erwischte leider Rolf. Er geriet früh in eine schlechte Stellung, konnte kaum Gegenwehr leisten und wurde schließlich mattgesetzt.

0,5 – 1,5

Ähnlich wie bei Martin an Brett 6 verlief die Partie bei Marius. Der Gegner wählte eine symmetrische Eröffnung und bot mittels Zugwiederholung eine Punkteteilung, der Marius unter guten Umständen nicht ausweichen konnte.

1,0 – 2,0

Statt eines erhofften Ausgleichs legte Bielefeld jedoch nach: Jörn geriet in Zeitnot, büßte erst einen Bauern und schließlich einen ganzen Turm ein.

1,0 – 3,0

Die Stimmung war nun verständlicherweise gedrückt. Ab jetzt durfte nur noch ein einziger halber Punkt abgegeben werden, um unser Ziel – den Heimsieg – noch zu erreichen.

Andreas hatte eine spannende, strategisch komplexe Stellung auf dem Brett. Er verfolgte seinen Plan, die eigenen Bauern vorzustoßen, sehr konsequent. Nach dem gegnerischen Fehler verkürzte er.

2,0 – 3,0

Eine gewohnt verrückte Partie lieferte Jan. Heterogene Rochaden und weitere Ungleichgewichte boten Chancen für beide Seiten. Nach dem Damentausch verpasste Jan leider den Übergang in ein gewonnenes Turmendspiel. In der Folge wurde sein Gegner aktiv, bot jedoch in aussichtsreicher Stellung bei knapper Zeit Remis an – Jan nahm an.

2,5 – 3,5

Somit war die Ausgangslage für Dogukan und mich klar: Wir mussten zwei Siege aus den verbleibenden Partien quetschen.

Mein Gegner griff bereits in der Eröffnung fehl, was mir eine starke Kontrolle über die schwarzen Felder und einen gefährlichen Freibauern brachte. Nach einem Qualitätsopfer hatten meine Läufer die Stellung im Griff, und der Freibauer entschied die Partie zu meinen Gunsten.

3,5 – 3,5

Es lag also an Dogukan uns den Sieg zu bescheren. Mindestens genauso spannend wie bei Jan verlief auch diese Partie. Heterogene Rochaden und das Vorstoßen des eigenen Bauern vor dem König erforderten genaues Spiel von Dogukan, schwächten aber auch den König. Nach dem Damentausch war der Freibauer dann aber nicht mehr aufzuhalten.

Endstand: 4,5 – 3,5

Dieser knappe Sieg hievt Waltrop auf den 6. Platz und sorgt für ein vorsichtiges Aufatmen. Dennoch bleibt keine Zeit zum Ausruhen, denn der „Berg des Klassenerhalts“ ist noch längst nicht erklommen. Auch wenn heute ein Sieg hergesprungen ist, müssen wir unsere Leistung steigern: Trotz der vielen Ausfälle bei Bielefeld reichte es für uns in Bestbesetzung nur knapp. Ein großes Kompliment an die Gegner für diesen spannenden Kampf auf Augenhöhe!

Die Einzelergebnisse im Überblick:

SV Waltrop 4½ – 3½ Bielefelder SK II
1 2089 Marius Eckert ½ : ½ Carsten Döring 2038 4
2 2068 Atilla Öztekin 1 : 0 Marcus Römhild 1957 6
3 2005 Jörn Gasper 0 : 1 Jens Nagel 1980 7
4 2056 Andreas Winterberg 1 : 0 Helge Prause 1871 12
5 1977 Dogukan Atali 1 : 0 Luna Vogt 1800 15
6 1992 Martin Drewes ½ : ½ Friedhelm Becker 1923 16
7 1987 Dr. Rolf Breidenbach 0 : 1 Darian Gernhuber 1873 17
8 1892 Jan Meier ½ : ½ Dr. Dirk Augustin 18

Die Tabellensituation:

Mannschaft 12345678910 SpMPBP
1. SK Blauer Springer Paderborn 1926 6455 61129
2. Hammer SC 53 6826
3. SK Münster II 454 6825½
4. SV Königsspringer Hamm 45/58 4534 6625
5. SK Werther 233 6621½
6. SV Waltrop 43 5 6523½
7. Schachverein Meschede e.V. 34 5520½
8. SC Hansa Dortmund 55 6422
9. SV Eichlinghofen 3543 4315
10. Bielefelder SK II 3 5016

Allgemein

Atilla gewinnt MAT im Januar

Die Ergebnisse im Überblick:

Rang Teilnehmer Punkte Wertungspunkte
1. Atilla Öztekin 7 7
2. Martin Drewes 5 6
3. Marius Eckert 5 5
4. Andreas Winterberg 4 4
5. Alica Foltin 4 3
6. Jörg Hilbig 1 2
6. Georg Goebel 1 2
6. Wilfried Krolik 1 2

Daraus ergibt sich folgende Gesamtwertung:

Rang Teilnehmer Turnieranzahl Wertungspunkte
1. Atilla Öztekin 1 7
2. Martin Drewes 1 6
3. Marius Eckert 1 5
4. Andreas Winterberg 1 4
5. Alica Foltin 1 3
6. Jörg Hilbig 1 2
6. Georg Goebel 1 2
6. Wilfried Krolik 1 2
SV Waltrop I

Wichtiger Motivationsschub für die erste Mannschaft

Am 4. Spieltag ging es für Waltrop im Duell gegen Eichlinghofen darum, sich aus der Abstiegszone zu befreien und damit vor der Winterpause etwas Druck vom Kessel zu nehmen.

Taylan sorgte für eine schnelle Führung. Er kam hervorragend aus der Eröffnung und überspielte seinen Gegner regelrecht, sodass er bereits nach zehn Zügen auf Gewinn stand. Knapp zehn Züge und ein paar hübsche Ideen später blieb dem Gegner nur noch die Aufgabe.

1 – 0

Einen ähnlichen Start erwischte Dogukan. Nach nicht einmal 15 Zügen stand auch er auf Gewinn. Leider nutzte er seinen großen Vorteil nicht und gab sich nach ein paar weiteren Zügen mit einem Remis zufrieden.

1,5 – 0,5

Bei Elias lief es an diesem Tag leider gar nicht. Im Gegensatz zu den ersten beiden Partien war er es diesmal, der schlecht in die Begegnung startete. Er gab zwar sein Bestes, die Stellung kompliziert zu halten, und opferte eine Figur, aber der Gegner verteidigte sich gut und ließ keine weiteren Chancen mehr zu.

1,5 – 1,5

Rolf gehörte zu denjenigen, die nicht bereits aus der Eröffnung einen Vorteil holten. Das war aber auch nicht nötig, denn peu à peu konnte Rolf seine Stellung verbessern, wodurch er schließlich klar auf Gewinn stand. Ungünstigerweise übersah er in dieser Phase eine Springergabel und stand später sogar auf Verlust, konnte den halben Punkt am Ende aber glücklich retten.

2 – 2

Ohne frühe Fehler begann die Partie zwischen Martin und seinem Gegner. Ein früher Damentausch beschleunigte das, was sich ohnehin abzeichnete: Die solide Spielweise und die nicht allzu komplizierte Stellung mündeten schließlich in ein korrektes Remis.

2,5 – 2,5

Einer schwierigeren Aufgabe sah sich Jörn gegenüber. Auch er geriet bereits in der Eröffnung unter Druck. Sein Gegner setzte jedoch nicht konsequent fort, opferte in unklarer Stellung eine Figur und übersah kurz darauf eine Ressource, mit der Jörn auf der Stelle gewinnen konnte. Durch seinen Sieg konnte er mich am Brett gewissermaßen etwas entlasten.

3,5 – 2,5

Wie so oft befand ich mich auch in dieser Partie in horrender Zeitnot. Die seltene Eröffnung brachte mich unnötig lange ins Grübeln. Die daraus resultierende Zeitknappheit spiegelte sich unmittelbar in der Partie wider: Ich traf schlechte Entscheidungen und fand keinen guten Rhythmus. Das Endspiel entwickelte sich zu einem Wechselbad der Gefühle, in dem ich zunächst nach Gegenspiel suchte. Mangels Zeit fand ich die eigentlich einfache Gewinnkombination nicht und musste mich kurze Zeit später mit einem Remis begnügen.

4 – 3

Eine ähnlich saubere Partie wie Taylan spielte Andreas. Nach einer guten Eröffnung versuchte er, strategische Fortschritte zu erzielen und den Gegner vor Probleme zu stellen – mit Erfolg. Ein grober Fehler des Gegners ermöglichte es Andreas, einen Bauern zu gewinnen und die Figuren abzutauschen. Nachdem er den Gewinnplan gefunden hatte, war die Verwertung des Bauernendspiels kein Problem mehr, und er konnte den Sieg sicher eintüten.

Endstand: 5 – 3

Mit diesem wichtigen Sieg konnte sich Waltrop in der NRW-Klasse ans untere Mittelfeld klammern. Somit kann Waltrop nun etwas aufatmen und beruhigter in die Winterpause gehen.

Bild von Franz Schulze-Bisping
SV Waltrop II

Spielbericht: Waltrop II unterliegt SV Bönen I mit 3:5


4. Runde Verbandsliga (Gr. 2) | Spielort: L-Hof

Ein gebrauchter Sonntag für die zweite Mannschaft des SV Waltrop: Gegen SV Bönen I musste man sich am Ende mit 3:5 geschlagen geben. Besonders bitter war der Start in den Wettkampf, da die schnell beendeten Partien fast ausschließlich an den Gegner gingen und man so früh einem hohen Rückstand hinterherlief.

Hier der detaillierte Blick auf die Bretter in der offiziellen Aufstellung:

Die obere Hälfte (Brett 1–4)

  • Brett 1: Sebastian (0:1) Am Spitzenbrett fand Sebastian leider nicht gut in die Partie. Schlechte Züge in der Eröffnung führten früh in eine Sackgasse. Bereits nach 15 Zügen war die Stellung positionell verloren, und nach 28 Zügen war der Punkt für die Gäste verbucht. Dies war die zweite beendete Partie des Tages.
  • Brett 2: Peter G. (0:1) Peter lieferte sich einen langen Kampf über fast vier Stunden (51 Züge). In einer wohl leicht besseren Stellung verlor er jedoch einen Bauern und riss unglücklich die eigene Königsstellung auf. Dies ermöglichte dem Gegner einen starken Springervorposten und einen entscheidenden Angriff. Fazit: „Königssicherheit trainieren!!“
  • Brett 3: Elias (0:1) Auch an Brett 3 ging der Punkt nach Bönen. Elias zeigte zunächst eine gute Eröffnungsbehandlung, geriet jedoch nach etwa 15 Zügen positionell klar in den Nachteil. Die Stellung war kurz darauf nicht mehr zu halten – Aufgabe nach 33 Zügen.
  • Brett 4: Georg G. (Remis) Hier war definitiv mehr drin. Georg hatte sich im Mittelspiel einen Mehrbauern erarbeitet. Leider konnte er diesen Vorteil aufgrund einer hektischen Zeitnotphase nicht verwerten, sodass er sich nach 41 Zügen mit einem Unentschieden begnügen musste.

Die untere Hälfte (Brett 5–8)

  • Brett 5: Serkan Seref (0:1) Es war die „Holländische Eröffnungskatastrophe“, wie im Spielbericht vermerkt. Serkan musste als Erster die Segel streichen (bereits nach 1:15 h). Ein Bauer ging nach 11 Zügen verloren, kurz darauf die ganze Partie.
  • Brett 6: Foltin (Remis) Eine Partie, die als „strategisches Würfelschach“ in die Akten eingeht. Foltin stand zwischendurch schlechter, rettete sich aber in Zeitnot ins Endspiel. Dort erreichte sie eine ausgeglichene Stellung und sicherte das Remis.
  • Brett 7: Kulczynski (1:0) Eine sehr solide Leistung! In einer „Abtausch-Slawisch“-Partie startete er zwar leicht passiv, gewann dann aber positionell einen Bauern. Diesen Vorteil spielte er stabil herunter und holte nach 43 Zügen den vollen Punkt.
  • Brett 8: Meier (1:0) Der Lichtblick, der die erste Aufholjagd einleitete: Meier kam stark aus der Eröffnung und spielte seinen Vorteil konsequent aus. Nach nur 30 Zügen (und 3:20 h Spielzeit) gab sein Gegner auf.

Fazit

Der Kampf war geprägt von schnellen Niederlagen (Brett 5, 1 und 3 waren zuerst fertig), was zu einem demoralisierenden Zwischenstand führte. Die starke Moral an den Brettern 7 und 8 sowie die Kampf-Remis an 4 und 6 sorgten zwar für Ergebniskosmetik, konnten die 3:5-Niederlage aber nicht mehr abwenden.

Anmerkung: Dieser Bericht wurde heute ersatzweise von einer KI erstellt. Die Organisation der Berichterstattung fällt eigentlich in den Aufgabenbereich des Mannschaftsführers der Zweiten, der hiermit freundlich daran erinnert wird

Allgemein

Taylan Öztekin ist Stadtmeister 2025!

Die diesjährige Waltroper Stadtmeisterschaft war erfreulicherweise sehr gut besucht. Gespielt wurde im Modus 13 + 2.

Das Teilnehmerfeld war generationenübergreifend: Von Jung bis Alt war alles vertreten. Trotz der natürlich hochkochenden Emotionen verlief das Turnier durchweg fair und blieb bis zum Schluss spannend.

Am Ende konnte sich Taylan den Turniersieg sichern. Atilla musste sich mit dem zweiten Platz begnügen, während Georg G. das Podium auf Platz 3 komplettierte.

Hier die Details im Überblick:

https://s3.chess-results.com/tnr1301411.aspx?lan=1&art=1&SNode=S0

Allgemein

Waltrop I muss nächste knappe Niederlage verzeichnen

Nach der Niederlage in Werther wollten wir es nun besser machen. Daher traten wir auch hier in Bestbesetzung an.

Andreas beendete als Erster seine Partie. Er probierte nach langer Zeit wieder den offenen Sizilianer. Er erhielt eine angenehme Stellung, gewann einen Bauern und sein Kampfgeist wurde dann mit einem Angriff und einem vollen Punkt belohnt.

Zwischenstand: 1 – 0

An Brett 3 war es hingegen unser Spieler, der unter Druck geraten war. Jörn entschied sich für einen falschen Plan, der in eine passive Stellung und eine schlechtere Bauernstruktur führte. Als er den Turm einstellte, war es dahin mit unserer Führung.

Zwischenstand: 1 – 1

Im fast gleichen Moment konnte ich unsere Führung wiederherstellen. Ich hatte ähnlich wie Andreas mal etwas Neues in der Eröffnung ausprobiert und kam in eine gute Stellung. So opferte ich schon früh einen Bauern für zusätzliche schwarzfeldrige Kontrolle. Mein Gegner setzte falsch fort und befand sich nach dem Bauernopfer so direkt in Verluststellung. Die schwachen schwarzen Felder und die Kontrolle über die siebte Reihe reichten aus, um den König zu erlegen.

Zwischenstand: 2 – 1

Ähnlich wie an Brett 3 geriet auch Marius nach ungenauem Spiel in passive Stellung. Der Gegner konnte die Aktivität ausbauen und so zusätzlich zur Uhr Druck auf Marius‘ Stellung aufbauen. Diese(r) konnte dem Druck nicht standhalten und die Position brach in sich zusammen, womit der SK Münster II erneut ausglich.

Zwischenstand: 2 – 2

Die vorderen Bretter waren somit etwas überraschend alle bereits fertig und es lag an den letzten vier Brettern, den Mannschaftskampf zugunsten von Waltrop zu entscheiden.

Martin machte den Anfang. Er kam mit Initiative aus der Eröffnung, der der Gegner zunächst standhalten konnte. Doch im Verlauf gelang es Martin durch eine kleine Kombination, einen Bauern zu gewinnen und damit war sein Sieg nicht mehr zu verhindern. Er brachte uns somit wieder näher zum Sieg.

Zwischenstand: 3 – 2

Dogukan steuerte einen halben Punkt bei, denn er hielt wie bereits erwartet ein zwar unangenehmes, aber ausgeglichenes Endspiel im ausgeglichenen Bereich. Der Gegner bewies Humor und setzte Dogukan mit seinem Freibauern patt.

Zwischenstand: 3,5 – 2,5

Die wohl nervenaufreibendste Partie hatte Jan. Er gewann einen Bauern und wickelte in ein Damenendspiel ab. Leider setzte er mit mehr als genügend Zeit falsch fort und nach einem weiteren Fehler kippte die Partie plötzlich völlig. Das Bauernendspiel war nicht mehr zu halten.

Zwischenstand: 3,5 – 3,5

Nun war es Rolf der mit dem Ausgang seiner Partie auch den Ausgang des Mannschaftskampfes bestimmten durfte. Er stand zu dem Zeitpunkt bereits schlecht. Durch einen guten taktischen Fund konnte er es nochmal spannend machen. Jedoch konnte auch die Kombination seinen Springer nicht befreien und die durchaus schwer zu findende rettende Idee ließ Rolf aus und damit war es besiegelt.

Endstand: 3,5 – 4,5

Wie auch in der Begegnung zuvor verlor der SV Waltrop I etwas ärgerlich und schenkte zu viele Punkte her. Immerhin sind die Spiele gegen die Topfavoriten der Liga für Waltrop damit bereits getan. Die durchaus erhaltenen Chancen sowohl gegen den SK Münster II als auch gegen den SK Blauer Springer Paderborn müssen ab jetzt gegen die restlichen Mannschaften genutzt werden, ansonsten droht der Abstieg. Beim nächsten Mannschaftskampf gegen Eichlinghofen muss sich die Mannschaft daher anstrengen, denn eine weitere Niederlage kann sich erstmal nicht mehr erlaubt werden.

SV Waltrop I

Waltrop I verliert mit 4,5 – 3,5 einen wichtigen Mannschaftskampf

Nach der erfolgreichen Punkteteilung in Paderborn am ersten Spieltag stand am dritten Spieltag eine wichtige Begegnung in Werther an, um sich in der Tabellenmitte einzuordnen. In Bestbesetzung trat Waltrop also zuversichtlich an. 

Rolf war an Brett 7 als erster und recht schnell fertig. Er erreichte eine ausgeglichene Stellung. Leider verlor er zwischendrin den Faden und so geriet der SK Werther schnell in Führung.

Zwischenstand: 0 – 1

Andreas fand sich in einer ungewöhnlichen Eröffnung wieder.  Einige schlechte Entscheidungen brachten ihn in Probleme. So konnte er mit Zeitnot seinen Königsflügel nicht mehr verteidigen.

Zwischenstand: 0 – 2

Die gegnerische Führung wurde zunächst durch einen Sieg von Martin verkürzt. Er entschied sich nach etwas passiver Eröffnung dazu, einen Bauern für Figurenspiel zu opfern. Die unglückliche Schwerfigurenkoordination ließ Martin durch eine forcierte Sequenz und einer anschließenden Taktik eine Qualität gewinnen. Da der Gegner kaum Gegenwehr leistet, konnte Martin seine Stellung sicher verwerten und hielt uns erstmal im „Rennen“.

Zwischenstand: 1 – 2

Die wohl ärgerlichste Partie hatte Marius an dem Tag. Er erspielte sich großen Vorteil, jedoch auch große Zeitnot. In Gewinnstellung konnte er sich nicht zu dem richtigen Zug durchringen und verlor so im 39. Zug auf Zeit. 

Zwischenstand: 1 – 3

In gewohnt kreativ dynamischer Manier opferte Jan früh einen Bauern für Gegenspiel und gewann durch eine schöne Kombination Material. Den Sieg ließ sich Jan nicht mehr nehmen, auch wenn er durch einen geschwächten König noch einige präzise Züge finden musste.

Zwischenstand: 2 – 3

Jörn tauschte recht früh die Damen und erhielt ein gutes Endspiel mit Chancen. Da er sich allerdings in einem Moment verrechnete, konnte er dem Remis nicht mehr ausweichen.

Zwischenstand: 2,5 – 3,5

Auch Dogukan hatte früh ein Endspiel am fünften Brett erreicht. Während der Gegner seine Figuren verbesserte, fand Dogukan nicht den richtigen Plan, verlor einen Bauern und musste eine Stellung mit einem Springer gegen gegnerischen Läufer und Mehrbauern verteidigen. Obwohl sein Gegner ihn zwischenzeitig wieder in die Partie ließ, fand Dogukan in Zeitnot nicht die richtige Verteidigungsidee.

Zwischenstand: 2,5 – 4,5

Ich kam an Brett 2 früh in erheblichen Zeitvorteil. Mein Gegner spielte die Eröffnung harmlos, sodass ich eine angenehme Stellung erhielt. Trotz nahezu dauerhafter Zeitnot, fand mein Gegner gute Züge, mit denen er mich in eine strategische Ungenauigkeit lockte. Von da an war wieder alles drin. Kurz vor der Zeitkontrolle verlor mein Gegner jedoch die Geduld, gab einen Bauern her, patzte später in ausgeglichener aber schwieriger Stellung und musste so aufgeben. Der Sieg war aber ohnehin Ergebniskosmetik.

Endstand: 3,5 – 4,5

Damit konnten wir am zweiten Spieltag leider nicht an die starke Leistung des ersten Mannschaftskampfes gegen den SK Blauer Springer Paderborn anknüpfen. Um einem drohenden Abstieg zu entgehen, muss sich die Mannschaftsleistung deutlich verbessern. In der nächsten Begegnung treffen wir auf den SK Münster II, bei der unbedingt eine Leistungssteigerung her muss, ansonsten müssten wir uns mit dem Gedanken anfreunden, kommende Saison unserer zweiten Mannschaft in der Verbandsliga Gesellschaft zu leisten.

Allgemein

SV Waltrop auf der Zielgeraden im Viererpokal

Am Dienstagabend empfingen wir die Gäste aus Erkenschwick und spielten dabei um den Einzug ins Halbfinale des Viererpokals. Mit einer leichten Veränderung in der Aufstellung im Vergleich zur Vorrunde, starteten wir um kurz nach 19:00 Uhr in die Partien.

Marius hatte an Brett 2 relativ schnell eine außergewöhnliche Stellung auf dem Brett. Beide König verzichteten auf die Rochade, wodurch sich das Spiel rasch verkomplizierte. Durch eine vorteihafte Abwicklung zog letzlich der gegnerische König den Kürzeren und Marius gewann bereits nach zwei Stunden.

Spielstand: 1 – 0

An Brett 4 ging es ähnlich spannend zu. Während Elias´ Gegner am Damenflügel nach aktivem Spiel suchte, rückte Elias seine Bauern am Königsflügel nach vorne. Eine strategisch schlechte Entscheidung schwächte den gegnerischen König zu sehr und Elias hatte die Chance, die Führung auszubauen. Leider setzte er zu schnell fort und ließ seinem Gegner ein starkes Opfer verbunden mit Gegenspiel zu, wonach sich beide auf Remis einigten.

Spielstand: 1.5 – 0.5

Sebastian machte seinem Gegner in der Eröffnung keine großen Schwierigkeiten. Im Mittelspiel sah es zunächst gut aus, jedoch konnte er seine Bauernkette nicht zusammenhalten, weshalb er einen Bauern verlor. Im Turmenspiel half auch der eine Freibauer nicht, denn die gegnerischen Freibauern maschierten munter nach vorne.  Eine Stunde nach unserer Führung war also wieder alles offen.

Spielstand: 1.5 – 1.5

Nun lag es an mir wenigstens ein Remis zu holen, denn das hätte nach Berliner Wertung1 gereicht, um das Finalticket zu sichern. Ich wurde früh in der Eröffnung überrascht und war zunächst zeitlich etwas unter Druck. Nachdem ich gut fortgesetzt hatte, wog ich mich im Mittelspiel in zu große Sicherheit, rechnete zu nachlässig und stellte so einen Bauern ein. Das anschließende Ärgern über diese Unachtsamkeit und der Gedanke an das von dieser Partie abhängende Finale, zeigten wohl Wirkung, denn im Anschluss gelang mir eine gute Verteidigungsleistung, die die Punkteteilung rettete. 

Endstand:  2 – 2

Mit dem Ende der letzten Partie um kurz vor halb 12 stand also aufgrund Berliner Wertung2 fest: der SV Waltrop zieht ins Finale des Viererpokals ein und tritt gegen den SV Datteln oder Unser Fritz an. Wir dürfen gespannt sein, was diese Begegnung für Partien für uns bereithält.

SV Waltrop (DWZ)2-2SV Erkenschwick (DWZ)
Atilla Öztekin (2041)0.5-0.5Luka Schwitkowski (2172)
Marius Eckert (2130)1-0Maximilian Riechenberg (1860)
Sebastian Schmidt (1939)0-1Peter Trzaska(2017)
Elias Dimitriadis (1848)0.5-0.5Dennis Schulz(1831)
  1. Berliner Wertung ist ein Regelsystem, bei der höhere Bretter mehr Punkte wert sind – Ein Sieg an Brett 2 ist höher gewichtet als einer an Brett 3. ↩︎
  2. Berliner Wertung ist ein Regelsystem, bei der höhere Bretter mehr Punkte wert sind – Ein Sieg an Brett 2 ist höher gewichtet als einer an Brett 3. ↩︎

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