Waltrop unterliegt gegen den SC Hansa Dortmund
Nach dem hohen Sieg gegen den SV Königspringer Hamm ging Waltrops Erste motiviert in die vorletzte Runde, die über den Klassenerhalt entscheiden sollte. Da es für den SC Hansa Dortmund allerdings ebenfalls um den Klassenerhalt ging, war das einfacher gesagt als getan.
Andreas wurde früh in der Eröffnung mit einer eher fragwürdigen Variante überrascht. Da er jedoch nicht korrekt fortsetzte und keinen Vorteil sichern konnte, nahm er das Remisangebot in schwieriger Stellung an.
0,5 – 0,5
Ebenfalls eine schwierige Stellung hatte Georg vor sich. Für seinen Doppelbauern konnte er zunächst den Vorteil des Läuferpaars vorweisen. Aber als der gegnerische Springer einen guten Vorposten erreichte und Georgs König angegriffen wurde, hatte Georg nichts entgegenzusetzen.
1,5 – 0,5
Ich schien an dem Tag völlig neben mir zu sein. Zu früh verbrauchte ich zu viel Zeit in der Eröffnung und machte mir viel zu oberflächliche Gedanken über das Spiel, wodurch ich es meinem Gegner sehr leicht machte, die Partie zu gewinnen.
2,5 – 0,5
In ausgeglichener Stellung gab auch Rolf sich mit Remis zufrieden. Nachdem das Zentrum und der Damenflügel geschlossen geblieben waren und drei Figuren sowie die Dame getauscht wurden, hatte er keinen Raumvorteil mehr für sich beanspruchen können.
3,0 – 1,0
Gewohnt spannend spielte Jan auf. Er entschied sich für eine heterogene Rochade und lud seinen Gegner zu einem schnellen Königsangriff ein. Schnell organisierte Jan aber Gegenspiel, woraufhin sich seine Gewinnambitionen auszahlten; nach einer Abwicklung gewann er das Bauernendspiel.
3,0 – 2,0
Marius gelang es, seinen Gegner im Mittelspiel mit dem Läuferpaar zu überspielen. Unser Spitzenbrett opferte früh eine Qualität, da die komplizierte Computerlösung versteckt und „unmenschlich“ war, erhielt aber die beiden Läufer im Gegenzug. Leider übersah Marius dann in Gewinnstellung einen einfachen Bauerngewinn, ließ seinen Gegner die Stellung konsolidieren und den Materialvorteil in einen Sieg ummünzen.
4,0 – 2,0
Nun lag es an Martin und Taylan, wenigstens einen Mannschaftspunkt zu sichern.Martin legte gut vor: Der nach guter Eröffnung gewonnene Bauer konnte, verbunden mit einem weiteren Bauern, nicht mehr aufgehalten werden.
4,0 – 3,0
Taylan hatte im Mittelspiel die Chance auf eine gute Stellung nicht genutzt. Schließlich versuchte er im Endspiel noch Fortschritte zu erzielen und lehnte im Mannschaftssinne Remisangebote ab. Ironischerweise wurden dabei vor allem die Nerven der Waltroper strapaziert – nicht jedoch, weil die Züge nicht gut waren, sondern weil die Zeit immer kurz vor Ablauf war. Einmal hatte Taylan eine Figur in der Hand und wollte sie gerade loslassen, als der Gegner den Sieg durch Zeitverlust mit dem Finger angezeigt hatte. Wie elektrisiert schlug Taylan nochmal auf die Uhr und tatsächlich konnte er sich durch die gegnerische Reaktion gerade noch auf 31 Sekunden retten. Allerdings half jeglicher Gewinnversuch nicht mehr und die Partie endete nach vielen Zügen Remis.
Endstand: 4,5 – 3,5
Nach diesem Mannschaftskampf stehen wir nun wieder auf Platz 6, gerade so über der Abstiegszone. Im nächsten Mannschaftskampf benötigen wir nochmal ein Unentschieden um auf der sicheren Seite zu sein…

