Autorenname: Atilla Öztekin

SV Waltrop I

Waltrop I verliert mit 4,5 – 3,5 einen wichtigen Mannschaftskampf

Nach der erfolgreichen Punkteteilung in Paderborn am ersten Spieltag stand am dritten Spieltag eine wichtige Begegnung in Werther an, um sich in der Tabellenmitte einzuordnen. In Bestbesetzung trat Waltrop also zuversichtlich an. 

Rolf war an Brett 7 als erster und recht schnell fertig. Er erreichte eine ausgeglichene Stellung. Leider verlor er zwischendrin den Faden und so geriet der SK Werther schnell in Führung.

Zwischenstand: 0 – 1

Andreas fand sich in einer ungewöhnlichen Eröffnung wieder.  Einige schlechte Entscheidungen brachten ihn in Probleme. So konnte er mit Zeitnot seinen Königsflügel nicht mehr verteidigen.

Zwischenstand: 0 – 2

Die gegnerische Führung wurde zunächst durch einen Sieg von Martin verkürzt. Er entschied sich nach etwas passiver Eröffnung dazu, einen Bauern für Figurenspiel zu opfern. Die unglückliche Schwerfigurenkoordination ließ Martin durch eine forcierte Sequenz und einer anschließenden Taktik eine Qualität gewinnen. Da der Gegner kaum Gegenwehr leistet, konnte Martin seine Stellung sicher verwerten und hielt uns erstmal im „Rennen“.

Zwischenstand: 1 – 2

Die wohl ärgerlichste Partie hatte Marius an dem Tag. Er erspielte sich großen Vorteil, jedoch auch große Zeitnot. In Gewinnstellung konnte er sich nicht zu dem richtigen Zug durchringen und verlor so im 39. Zug auf Zeit. 

Zwischenstand: 1 – 3

In gewohnt kreativ dynamischer Manier opferte Jan früh einen Bauern für Gegenspiel und gewann durch eine schöne Kombination Material. Den Sieg ließ sich Jan nicht mehr nehmen, auch wenn er durch einen geschwächten König noch einige präzise Züge finden musste.

Zwischenstand: 2 – 3

Jörn tauschte recht früh die Damen und erhielt ein gutes Endspiel mit Chancen. Da er sich allerdings in einem Moment verrechnete, konnte er dem Remis nicht mehr ausweichen.

Zwischenstand: 2,5 – 3,5

Auch Dogukan hatte früh ein Endspiel am fünften Brett erreicht. Während der Gegner seine Figuren verbesserte, fand Dogukan nicht den richtigen Plan, verlor einen Bauern und musste eine Stellung mit einem Springer gegen gegnerischen Läufer und Mehrbauern verteidigen. Obwohl sein Gegner ihn zwischenzeitig wieder in die Partie ließ, fand Dogukan in Zeitnot nicht die richtige Verteidigungsidee.

Zwischenstand: 2,5 – 4,5

Ich kam an Brett 2 früh in erheblichen Zeitvorteil. Mein Gegner spielte die Eröffnung harmlos, sodass ich eine angenehme Stellung erhielt. Trotz nahezu dauerhafter Zeitnot, fand mein Gegner gute Züge, mit denen er mich in eine strategische Ungenauigkeit lockte. Von da an war wieder alles drin. Kurz vor der Zeitkontrolle verlor mein Gegner jedoch die Geduld, gab einen Bauern her, patzte später in ausgeglichener aber schwieriger Stellung und musste so aufgeben. Der Sieg war aber ohnehin Ergebniskosmetik.

Endstand: 3,5 – 4,5

Damit konnten wir am zweiten Spieltag leider nicht an die starke Leistung des ersten Mannschaftskampfes gegen den SK Blauer Springer Paderborn anknüpfen. Um einem drohenden Abstieg zu entgehen, muss sich die Mannschaftsleistung deutlich verbessern. In der nächsten Begegnung treffen wir auf den SK Münster II, bei der unbedingt eine Leistungssteigerung her muss, ansonsten müssten wir uns mit dem Gedanken anfreunden, kommende Saison unserer zweiten Mannschaft in der Verbandsliga Gesellschaft zu leisten.

Allgemein

SV Waltrop auf der Zielgeraden im Viererpokal

Am Dienstagabend empfingen wir die Gäste aus Erkenschwick und spielten dabei um den Einzug ins Halbfinale des Viererpokals. Mit einer leichten Veränderung in der Aufstellung im Vergleich zur Vorrunde, starteten wir um kurz nach 19:00 Uhr in die Partien.

Marius hatte an Brett 2 relativ schnell eine außergewöhnliche Stellung auf dem Brett. Beide König verzichteten auf die Rochade, wodurch sich das Spiel rasch verkomplizierte. Durch eine vorteihafte Abwicklung zog letzlich der gegnerische König den Kürzeren und Marius gewann bereits nach zwei Stunden.

Spielstand: 1 – 0

An Brett 4 ging es ähnlich spannend zu. Während Elias´ Gegner am Damenflügel nach aktivem Spiel suchte, rückte Elias seine Bauern am Königsflügel nach vorne. Eine strategisch schlechte Entscheidung schwächte den gegnerischen König zu sehr und Elias hatte die Chance, die Führung auszubauen. Leider setzte er zu schnell fort und ließ seinem Gegner ein starkes Opfer verbunden mit Gegenspiel zu, wonach sich beide auf Remis einigten.

Spielstand: 1.5 – 0.5

Sebastian machte seinem Gegner in der Eröffnung keine großen Schwierigkeiten. Im Mittelspiel sah es zunächst gut aus, jedoch konnte er seine Bauernkette nicht zusammenhalten, weshalb er einen Bauern verlor. Im Turmenspiel half auch der eine Freibauer nicht, denn die gegnerischen Freibauern maschierten munter nach vorne.  Eine Stunde nach unserer Führung war also wieder alles offen.

Spielstand: 1.5 – 1.5

Nun lag es an mir wenigstens ein Remis zu holen, denn das hätte nach Berliner Wertung1 gereicht, um das Finalticket zu sichern. Ich wurde früh in der Eröffnung überrascht und war zunächst zeitlich etwas unter Druck. Nachdem ich gut fortgesetzt hatte, wog ich mich im Mittelspiel in zu große Sicherheit, rechnete zu nachlässig und stellte so einen Bauern ein. Das anschließende Ärgern über diese Unachtsamkeit und der Gedanke an das von dieser Partie abhängende Finale, zeigten wohl Wirkung, denn im Anschluss gelang mir eine gute Verteidigungsleistung, die die Punkteteilung rettete. 

Endstand:  2 – 2

Mit dem Ende der letzten Partie um kurz vor halb 12 stand also aufgrund Berliner Wertung2 fest: der SV Waltrop zieht ins Finale des Viererpokals ein und tritt gegen den SV Datteln oder Unser Fritz an. Wir dürfen gespannt sein, was diese Begegnung für Partien für uns bereithält.

SV Waltrop (DWZ)2-2SV Erkenschwick (DWZ)
Atilla Öztekin (2041)0.5-0.5Luka Schwitkowski (2172)
Marius Eckert (2130)1-0Maximilian Riechenberg (1860)
Sebastian Schmidt (1939)0-1Peter Trzaska(2017)
Elias Dimitriadis (1848)0.5-0.5Dennis Schulz(1831)
  1. Berliner Wertung ist ein Regelsystem, bei der höhere Bretter mehr Punkte wert sind – Ein Sieg an Brett 2 ist höher gewichtet als einer an Brett 3. ↩︎
  2. Berliner Wertung ist ein Regelsystem, bei der höhere Bretter mehr Punkte wert sind – Ein Sieg an Brett 2 ist höher gewichtet als einer an Brett 3. ↩︎

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