Nach einer bisher durchwachsenen Saison, in der sich Waltrop I immer wieder auf Kurs „Abstieg in die Verbandsliga“ befand, war jedes weitere Spiel von hoher Bedeutung, um den Klassenerhalt zu sichern.
Nach dreieinhalb Stunden und guten Stellungen auf fast allen Brettern, war Jan der erste, der seine Partie beendete. In der geschlossenen Stellung, die aus der Bird-Eröffnung resultierte, dominierte Jans Springer das Feld und brachte ihm so einen Bauern ein. Später konnte er durch aktive Schwerfiguren einen entscheidenen Mattangriff vorbereiten und zwang seinen Gegner so zu Aufgabe.
1 – 0
Rolf profitierte an Brett 7 ebenfalls von seinen Leichtfiguren. Dieses Mal war es aber das Läuferpaar, welches ihm dauerhaft druckvolles Spiel ermöglichte. Nachdem zwei gegnerische Bauern fielen, gab es keinen Grund mehr weiterzuspielen.
2 – 0
Kurz darauf einigten sich Marius und Gegner in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und je einem Turm auf Remis. Marius stellte zuvor zwar einen Bauern ein, fand dann aber die Abwicklung in jenes Endspiel mit remisträchtiger Konstellation.
2.5 – 0.5
Doğukan hatte nach der Eröffnung eine gute Kontrolle im Zentrum und eine insgesamt angenehme Stellung. Seinen Raumvorteil konnte er später in ein gewonnenes Turmendspiel umwandeln und kurz darauf in einen Sieg ummünzen.
3.5 – 0.5
In aussichtsreicher Eröffnung verpasste ich zunächst leider eine konkret gewonnene Variante. Ein paar Züge später bot mein Gegner mir einen Bauern an, den ich wegnahm, nachdem ich die ausreichende Kompensation gedanklich anzweifelte. Allerdings gewann ich nach der Fortsetzung, die mein Gegner wählte, durch einen trickreichen Zug sogar direkt. Am Ende musste ich mit Qualität mehr noch etwas arbeiten, aber der Sieg war nicht gefährdet. Nach fünfeinhalb Stunden stand damit der Mannschaftssieg fest.
4.5 – 0.5
Für Andreas waren es bisher die Heimspiele, die ihm seine Punkte einbrachten. Das sollte sich heute ändern. Die scharfe Variante ließ kaum Spielraum für Fehler auf beiden Seiten. Eine gegnerische Unachtsamkeit wurde von Andreas mit Verschlechterung der Bauernstruktur bestraft. Im Endspiel konnte er diese Schwäche Schritt für Schritt ausnutzen.
5.5 – 0.5
An Brett 3 hatte Jörn eine verrückte Stellung auf dem Brett. Er gewann früh einen Bauern, stellte aber fest, dass die Konsequenzen diesen nicht Wert wären, weil sein Läufer eingesperrt werden würde. Sein Gegner fand diese Idee nicht, sodass Jörn das Endspiel mit zwei Mehrbauern locker gewinnen konnte.
6.5 – 0.5
Einen kleinen Wermutstropfen musste Martin hinnehmen. Er unterschätzte eine Fesselung und konnte die daraus resultierende Stellung mit Bauern weniger nicht mehr halten.
Endstand: 6.5 – 1.5
Insgesamt eine sehr gute Leistung, woran wir in den nächsten Spielen hoffentlich anknüpfen können. Aktuell blicken wir zuversichtlich auf die kommenden Begegnungen.
Da hatte sich die Vierte was ausgerechnet, ein Heimsieg sollte die letzte Aufstiegshoffnung am Leben halten. Aber schon Frank spielte zu schnell, übersieht die Springergabel und gerät materiell wie in der Stellung in eine verlorene Situation. Aber Jens gleicht aus. Er übt mit einem offensiven Bauernsturm am Damenflügel einen für den Gegner zu starken Druck aus. Leider hat Oleg am Ende gratulieren müssen. Er hatte sehr bedacht und überlegt die Partie im Griff und materiell einen sehr klaren Vorteil. Sein erfahrener Gegner stellte aber eine Falle, die dann für Oleg zur Niederlage führte. John setzte seine makellose Serie fort. Ein früher Damenaustausch und anschließend druckvolles, präzises Spiel führten zum Sieg. Damit hing alles an der Partie von Udo. Er hatte ein Endspiel mit drei Mehrbauern auf dem Brett, bei noch zwei Türmen. Hier fand er leider keine richtige Fortsetzung und mit dreimaliger Zugwiederholung endete die Partie remis. Letztlich eine insgesamt unglückliche Niederlage, trotzdem natürlich Glückwunsch an die Kollegen aus Herne.
Am 17.02. fand der dritte Spieltag der Vereinsmeisterschaft statt – und erneut setzten sich überwiegend die Favoriten durch.
Ergebnisse – 3. Spieltag
Paarung
Ergebnis
Marcel Glacki – Andreas Winterberg
0 – 1
Udo Spruta – Jörg Hilbig
0 – 1
Holger Muschal – Atilla Öztekin
0 – 1
Wilfried Krolik – Georg Goebel
½ – ½
Schon kurz nach „Anpfiff“ konnte Atilla Öztekin seinen dritten Sieg im dritten Spiel verbuchen. Holger Muschal versuchte ihn zwar mit dem für ihn ungewöhnlichen Königsbauernzug nach e4 zu überraschen, doch gegen Atillas scharfen Sizilianer war an diesem Abend kein Kraut gewachsen.
Auch Jörg Hilbig spielte eine souveräne Partie. Mit den schwarzen Steinen übernahm er früh die Initiative, knackte gekonnt die gegnerische Königsstellung und fuhr einen ungefährdeten Sieg ein.
Deutlich mehr Arbeit hatte Andreas Winterberg gegen Marcel Glacki. Marcel wählte mit Weiß seine Lieblingseröffnung, die zu einer geschlossenen, positionell anspruchsvollen Stellung führte. Andreas investierte viel Zeit, um den richtigen Hebel zu finden. Im Endspiel zahlte sich die Geduld aus: Seine Bauernmehrheit am Damenflügel setzte sich in Bewegung und führte schließlich zum Gewinn einer Leichtfigur. Marcel versuchte später noch, mit hübschen Pattfallen zu tricksen, doch Andreas ließ sich nicht dazu verleiten, den „vergifteten“ Läufer zu schlagen.
In der vierten Partie kam Wilfried Krolik mit seinem geliebten „Vincent-Keymer-System“ zu einem Teilerfolg gegen Georg Goebel. Schwarz konnte zwar bequem ausgleichen, doch nach zahlreichen Abtäuschen entstand ein Läuferendspiel, das wohl nicht mehr für Schwarz zu gewinnen war. Ein kleiner Überraschungserfolg für Wilfried, der zuletzt liebevoll dafür kritisiert wurde, dass die Erfolge mit seiner neuen Lieblingswaffe noch ausblieben.
Tabellenlage
Nach drei Runden haben die beiden DWZ-Favoriten Atilla Öztekin und Andreas Winterberg weiterhin eine blütenreine Weste und führen das Feld an. Schatzmeister Jörg Hilbig kann allerdings noch gleichziehen: In der einzigen offenen Nachholpartie gegen Wilfried Krolik hat er die Chance, den Anschluss herzustellen. Vorher sollte er sich jedoch einen guten Plan gegen das Vincent-Keymer-System zurechtlegen.
Am kommenden Dienstag (24.02.) pausiert die Vereinsmeisterschaft, da das zweite Monatsabschlussblitzen des Jahres auf dem Programm steht. ♟️
Am vergangenen Dienstag wurde die zweite Runde der Vereinsmeisterschaft ausgetragen. In allen vier Begegnungen waren die DWZ-Unterschiede deutlich, zudem hatten die Favoriten jeweils die weißen Steine und damit den Anzugsvorteil. Entsprechend setzte sich an drei Brettern die höhere Spielstärke durch – doch eine Partie sorgte für eine kleine Sensation.
Atilla Öztekin gewann seine Partie souverän. Wilfried Kroliks Eröffnungsexperiment mit der Owen-Verteidigung (1…b6?!) erwies sich dabei als nicht tragfähig. Atilla übernahm früh die Initiative und baute stetig Druck auf. Im weiteren Verlauf fing er schließlich einen verirrten Springer ein, gewann entscheidendes Material und brachte die Partie anschließend sicher nach Hause.
Auch Jörg Hilbig behielt gegen Holger Muschal die Oberhand. Holger spielte mutig auf und es entstand eine scharfe, zweischneidige Stellung mit Chancen auf beiden Seiten. Im weiteren Verlauf geriet jedoch der schwarze König zunehmend unter Druck. Jörg nutzte die geschwächte Königsstellung konsequent aus und setzte schließlich eine schöne Mattkombination an, die die Partie entschied.
Ebenso konnte Andreas Winterberg gegen Udo Spruta seinen frühen Stellungsvorteil aus dem Damengambit Schritt für Schritt ausbauen. Nach einer etwas ungenauen Behandlung der Eröffnung durch Udo übernahm Andreas die Initiative. Mit zunehmender Spieldauer verdichtete sich der Druck, bis Andreas entscheidendes Material gewann und die Partie sicher verwertete
Für die erste größere Überraschung des Turniers sorgte jedoch Marcel Glacki in seiner Partie gegen Georg Goebel. Georg gewann früh einen Bauern und zerstörte zudem das schwarze Rochaderecht – die Vorteile lagen klar auf seiner Seite. Doch eine spätere Ungenauigkeit – bildlich gesprochen „den zweiten Zug vor dem ersten gemacht“ – ermöglichte Marcel den Bauernrückgewinn. In der Folge stabilisierte er seine Stellung und konnte sich ins Remis retten.
Puh, das war ein harter Kampf! Bereits viel zu früh geriet Oleg vom rechten Weg ab, Dame futsch, Partie verloren! Udo hatte Pech, sein Gegner leistete sich einen ungültigen Zug und nach der etwas störenden Diskussion um die Auswirkungen stellte Udo eine Figur ein, später die Stellung. Damit liefen Tobias, John und Frank einem 1:2 Rückstand (ein kampfloser Punkt) hinterher. Tobias kam mit Mehrbauern in ein für ihn gewonnenes Endspiel, das er souverän zu einem vollen Punkt ummünzte. John spielte ca. 20 Züge mit einer Figur weniger (!), sein Gegner konnte den an sich klaren Vorteil nicht nutzen. Nach einem aus John‘s Sicht rasanten Bauerntausch am Damenflügel spielte er seine 2 Türme kraftvoll aus, gewann die Figur und damit das Spiel zurück. Mit 3:2 im Rücken nahm ich das Remisangebot meines Gegner in nur ganz leicht besserer Stellung an und wir hatten das Endergebnis von 3,5 zu 2,5. Bereits am 22.02. geht es im nächsten Heimspiel weiter!
Die Vereinsmeisterschaft der Senioren des Schachvereins Waltrop 1922 e.V. ist am 03.02.2026 mit der ersten Runde gestartet. Gespielt wird vollrundig, also jeder gegen jeden, sodass sich am Turnierende ein aussagekräftiges Gesamtbild ergeben wird.
Die gute Nachricht: Aus allen fünf Waltroper Mannschaften sind Teilnehmer dabei. Die DWZ-Spanne von 2116 bis 933 sorgt für ein bunt gemischtes Feld mit Duellen zwischen altgedienten Turnierspielern und Turnierfrischlingen. Etwas schade ist allerdings, dass in diesem Jahr nur acht Teilnehmer an den Start gegangen sind.
Ergebnisse 1. Runde (03.02.2026)
Marcel Glacki – Udo Spruta 1–0 Holger Muschal – Andreas Winterberg 0–1 Wilfried Krolik – Jörg Hilbig wird nachgeholt Georg Goebel – Atilla Öztekin 0–1
In der 1. Runde konnten sich bislang die Favoriten durchsetzen, wobei das Duell zwischen Vorsitzendem und Schatzmeister noch aussteht und mit Spannung erwartet wird.
Paarungen 2. Runde (10.02.2026)
Georg Goebel – Marcel Glacki Atilla Öztekin – Wilfried Krolik Jörg Hilbig – Holger Muschal Andreas Winterberg – Udo Spruta
Die zweite Runde verspricht erneut interessante Partien – viermal David gegen Goliath, wenn die DWZ-Favoriten gegen Gegner mit spürbarem DWZ-Abstand antreten.
Die nächste Trainingseinheit mit Werner findet am 28.02.26 um 16 Uhr statt. Interessante Endspiele werden wieder in Gruppen ausgespielt. Partien könnt ihr Werner schicken.
Am vergangenen Sonntag musste unsere Waltrop 5 eine knappe 2,0 : 4,0-Niederlage gegen Altstadt 2 hinnehmen.
Brett
Altstadt 2 (DWZ)
Ergebnis
Waltrop 5 (DWZ)
1
Almohammad, Moufak (1282)
½ : ½
Krolik, Wilfried (1471)
2
Roh, Angelika (1412)
1 : 0
Becker, Mats (1328)
3
Mischo, Osman (1236)
0 : 1
Yanchenko, Andrii (1036)
4
Keblat, Günter (1219)
1 : 0
Kircher, Piet (1145)
5
Stöcker, Philipp (1310)
1 : 0
Kropat, Nick (—)
6
Wernitz, Peter (1817)
½ : ½
Wald, Luis David (—)
In mehreren Partien boten sich klare Siegchancen, die jedoch ungenutzt blieben.
Hervorzuheben ist Luis, der gegen einen echten DWZ-Riesen mehr als gut mithielt und sogar ein Remisangebot ablehnte – ein starkes Zeichen und ein klarer Hinweis auf das große Potenzial unseres Neumitglieds.
Für einen Lichtblick sorgte Andrii, der nach einer längeren Durststrecke seinen ersten Saisonsieg feiern konnte – Glückwunsch!
Ein Blick auf die Tabelle gibt aktuell keinen Anlass zur Panik. Unsere Fünfte trifft im weiteren Saisonverlauf noch auf mehrere Mannschaften aus dem Tabellenkeller und hat damit weiterhin alle Möglichkeiten, wichtige Punkte zu sammeln.
Weiter geht es am 6. Februar mit einem Auswärtsspiel beim Erkenschwick 7, dem aktuellen Tabellenschlusslicht.
Schachliebhaber trifft auf Keks
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